Etappe

7 Vantalängan - Verkasjön

  • Etappenlänge

    7 km

  • Schwierigkeit

    Mittelschwer

Johan Hammar

Auf kleinen, aber vielbewanderten Pfaden überwinden Sie zum plätschernden Klang von Wasser kräftige Höhenunterschiede. Die Etappe lockt mit geologischen Besonderheiten und außergewöhnlichen Naturerlebnissen. An der Strecke liegt auch das einstmals größte nordische Alaunwerk. Die Etappe ist Teil eines 37 Kilometer langen Rundwegesystems.

Natur

Auf einer von Wald und Wasser umgebenen Lichtung erwartet Sie das Häuschen Vantalängan. Überschreiten Sie den Bach und besuchen Sie den östlich davon gelegenen Wald Lindskogen. Hier sind die meisten Edellaubhölzer Schwedens vertreten - Stiel-Eiche, Gewöhnliche Buche, Hainbuche, Berg-Ulme, Gewöhnliche Esche und Winter-Linde.

Der Weg folgt dem Verkeån durch ein tiefes Tal, dessen Hänge mit artenreichem Buchenwald bedeckt sind; am Fluss wächst die Gewöhnliche Pestwurz. Im Wasser leben seltene Kleintiere und laicht die Forelle. Am Gewässer können Sie Wasseramsel, Gebirgsstelze und Eisvogel beobachten. Bei der Mühle Hallamölla treffen Sie auf einen der höchsten Wasserfälle Schonens; hier stürzt das Wasser 23 Meter in die Tiefe.

Der gewundene Pfad im Flusstal wird von einem bergauf führenden Weg abgelöst, der üppige Laubwald wird durch trockene Weideflächen ersetzt, von denen aus Sie den Fluss überblicken. Beim Alaunwerk von Andrarum liegen Fossilien und Alaunschiefer bloß. Das Gestein entstand vor ungefähr 500 Millionen Jahren. Ein Zentimeter Schiefer entspricht rund 2 000 Jahren Erdenleben!

Kulturgeschichte

Die Energie des hohen Wasserfalls wurde genutzt, um Getreide zu mahlen. Die gut erhaltene Mühle Hallamölla wurde 1491 zum ersten Mal urkundlich erwähnt und war bis 1949 in Betrieb. Auf der beweideten Anhöhe nordöstlich des Alaunwerkes von Andrarum lag einst ein Gerichtsgebäude mit Pranger und Gefängniszellen. Das gewöhnlichste Vergehen war der Diebstahl von Brennholz im Umkreis von 20 Kilometern, in dem allein das Alaunwerk zur Holzernte berechtigt war.

Das Alaunwerk war einmal der größte industrielle Betrieb Schonens; Mitte des 18. Jahrhunderts lebten in seiner Umgebung fast 900 Menschen. Damals verunstalteten riesige Kahlschläge und dicker, gelbweißer Rauch die Gegend. Sie kommen an mehreren Gebäuden des Hüttenwerkes vorbei wie einem Stall und dem Krankenhaus. Ebenfalls noch gut zu erkennen sind die Überreste des Siedehauses und des Laugplatzes sowie rote Schlackenhalden. Hier erstreckt sich auch eine unterirdische Leitung.

Die Geschichte des Alaunwerkes und des Schlosses Christinehofs slott begann im Jahr 1635 mit dem merkwürdigen Traum des dänischen Adligen Jochum Beck von einem vergrabenen Schatz, der sich am nächsten Morgen mit dem Fund von ein paar Stücken schwarzen Schiefers bewahrheitete. Beck legte den Grundstein zum Alaunwerk, das unter Christina Piper seine Blütezeit erleben sollte. Im Jahr 1737 begann Piper ein Schloss zu errichten, das heute auch einen Ökopark umfasst.

7 km

Mittelschwer

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